Dimitri Weitnauer im Skiff am Weltcup Rotsee

Im letzten Moment hat der hoffnungsvolle Thalwiler Ruderer vom Schweizerischen Ruderverband das Aufgebot erhalten, an der Weltcup Regatta auf dem Rotsee vom 9. bis 11. Juli 2010 im Skiff zu starten.

Aus diesem Grund weilte Dimitri Weitnauer während der ganzen Woche nach den Schweizer Meisterschaften mit dem SRV-Team auf dem Rotsee. Zusammen mit dem anderen Skiffier, dem Luganesen Fabrizio Güttinger, trainierte er mit vollem Tatendrang und ging bis an seine Leistungsgrenze.  Ein Thalwiler unter den rund 900 Ruderinnen und Ruderer aus 54 Nationen – ein Rekordmeldeergebnis – das liest man gerne. Bei brütender Hitze und gloriosen Wasserbedingungen wurden die Rennen auf dem Göttersee durchgeführt.

Gemeldet waren im Skiff 36 Boote aus 29 Nationen von Australien bis Argentinien und von Südafrika bis China. Am Freitagmittag startete Weitnauer im dritten Vorlauf und wurde Fünfter. Um drei winzige Sekunden verpasste er die Viertelfinals, was zugleich das E-Finale bedeutete. Weil das Starttempo enorm hoch war, verlor er auf den ersten 500 Metern zu viel Zeit. Obwohl er auf den folgenden 1500 Meter ziemlich Zeit gutmachen konnte, konnte er sich nicht über den 5. Platz steigern. Er ärgerte sich, dass seine Zeit in drei von sechs Vorläufen für die Qualifikation des Viertelfinals gereicht hätte. Somit startete er am Samstag im E-Final um die Plätze 25-30. Der besondere Einsatz am Vortag und die Hitze setzten Weitnauer ziemlich zu. Es gelang ihm nicht, über den 5. Platz hinaus zu rudern, was dem 29. Schlussrang von 36 Booten entspricht.

Güttinger belegte übrigens den 9. Schlussrang. Herausragend war indessen der leichte ungesteuerte Vierer mit dem 4. Platz und der schwere Doppelzweier Stofer / Vonarburg mit dem 5. Rang.

Unter dem Strich hat Dimitri Weitnauer wertvolle Rennerfahrung gesammelt und er weiss nun, woran er arbeiten muss. Jedenfalls scheint er topmotiviert zu sein und ist zuversichtlich für die nächste Saison. Das Kickoff mit dem Ruderverband ist am 9. Oktober 2010.  Bis dahin wird er sich die Batterien laden und intensiv trainieren. Im Moment trainiert Weitnauer zwölf Mal die Woche und arbeitet deshalb nur mit einem 60%-Pensum.

Der RCT wünscht seinem Aushängeschild viel Durchhaltewillen und Freude am Rudersport.

Reto Bussmann